Portrait Bastian Hartmann

Dr. Bastian Hartmann

Zuhause

Vor mehr als 15 Jahren bin ich zum Studium nach Bochum gezogen und wollte seitdem nicht mehr weg von hier. Geboren und aufgewachsen bin ich erstes von fünf Kindern einer Patchworkfamilie im Sauerland. Schon in der Schulzeit habe ich mich politisch eingebracht. Ich war als Schulsprecher aktiv und habe mich unter anderem gegen den Irak-Krieg engagiert.

Heute lebe ich mit meiner Frau und unseren beiden Kindern in Wiemelhausen.

Studium und Wissenschaft

Ich habe an der Ruhr-Uni Sozialwissenschaft studiert – mit Nebenjobs und Bafög und trotz der Studiengebühren der damaligen Landesregierung. Vor allem die Auseinandersetzung um Studiengebühren hat mich damals zu den Jusos und zur SPD geführt. Ein Highlight meines Studiums war ein Praktikum bei der Friedrich-Ebert Stiftung in Washington, DC 2008 – mitten im ersten Wahlkampf von Barack Obama.

Nach dem Studium konnte ich an der Ruhr-Uni promovieren. Ich forschte über Ehestabilität und ökonomische Auswirkungen von Scheidungen sowie die Situation von Alleinerziehenden und unterrichte Sozial- und Wirtschaftspolitik. Forschung und Lehre machten mir Spaß, doch statt einer Laufbahn in der Wissenschaft entschied ich mich für die Politik.

Beruf

Als wissenschaftlicher Referent habe ich 2015 im Landtag eine Enquetekommission zur Zukunft der Familienpolitik in NRW“ betreut. Mit den Mitgliedern der Kommission habe ich Vorschläge für parteiübergreifende Familienpolitik entworfen.

Von dort wechselte ich in Hannelore Krafts Staatskanzlei und war dort unter anderem für die Steuerung des Projektes „Kein Kind zurücklassen! (KeKiz)“ verantwortlich. Das Projekt war durch und durch sozialdemokratisch und setzte auf eine Politik der Vorbeugung, die allen Kindern gleiche Chancen auf ein gutes Aufwachsen, auf Bildung und auf gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen soll – unabhängig von ihrer sozialen Herkunft und vom Geldbeutel ihrer Eltern.

Nach dem Regierungswechsel habe ich die Staatskanzlei verlassen und arbeite seit 2017 – unterbrochen von der Elternzeit für meine Kinder – bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See. Dort fördern wir im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales Projekte, mit denen Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt integriert werden sollen.

Politik

Ich bin seit 2014 Mitglied im Rat der Stadt Bochum. Meine Nachbarschaft Wiemelhausen hat mich zweimal direkt gewählt. Als Ratsmitgleid trage ich Verantwortung für meinen Wahlkreis und für die gesamte Stadt. Gemeinsam mit der SPD im Rat und unserem Oberbürgermeister Thomas Eiskirch arbeite ich daran Bochum weiter zu einer familienfreundlichen, solidarischen und modernen Stadt zu machen. Dazu gehören barrierefreie Bildungseinrichtungen, ein sicheres soziales Netz und Investitionen in unsere Daseinsvorsorge.

Für die SPD im Rat bin ich schulpolitischer Sprecher. Von digitalen Endgeräte für den Distanzunterricht über kostenloses Schulfrühstück bis zur Frage, wie wir die soziale Schere nach Corona schließen können, mein Verständnis von Schulpolitik hat das Wohl der Kinder im Blick. Und beim dringend benötigten Ausbau der OGS Plätze gehen für mich pädagogische Prinzipien vor dem Diktat des günstigsten Angebotes.